Laufend leben
“Bist du heute gelaufen?” … “Kann ein Fisch schwimmen? Natürlich bin ich heute gelaufen.”
John L. Parker “Cassidys Lauf”, S. 234
“Bist du heute gelaufen?” … “Kann ein Fisch schwimmen? Natürlich bin ich heute gelaufen.”
John L. Parker “Cassidys Lauf”, S. 234
“Wir wollen über die Liebe sprechen” fuhr ich fort. “Es läßt sich nicht mehr vermeiden. Du weißt, wie es mir in den letzten Tagen ergangen ist.”
Wäre es nach mir gegangen, dieses Thema wäre nie zur Sprache gekommen. Aber da es nun mal so ist, geht es mir nicht aus dem Sinn.
“Lieben ist gefährlich”
“Ich weiß”. antwortete ich. “Ich habe schon geliebt. Lieben ist wie eine Droge. Anfangs beschert sie einem Hochgefühl, völlige Hingabe. Am Tag darauf willst Du mehr. Du bist zwar noch nicht süchtig, doch das Gefühl hat dir gefallen, und du glaubst, es kontrollieren zu können. Du denkst drei Minuten an den geliebten Menschen, doch dann vergißt du ihn drei Stunden lang. Doch ganz allmählich gewöhnst du dich an diesen Menschen und wirst vollkommen abhängig von ihm. Dann denkst du drei Stunden an ihn und vergißt ihn für drei Minuten. Ist er nicht bei dir, verspürst du die gleichen Entzugserscheinungen wie die Drogensüchigen. Und genau wie die Drogensüchtigen, die stehlen und sich erniedrigen, um das zu bekommen, was sie brauchen, bist du gewillt, alles für die Liebe zu tun.”
Paulo Coellho “Am Ufer des Rio Piedra saß ich und weinte” S. 73
… gibt es nicht umsonst.
Die Wirklichkeit ist nicht so, wie ich sie gern hätte.
Sie ist nicht so, wie sie sein sollte.
Sie ist nicht so, wie man mir gesagt hat, dass sie sei.
Sie ist nicht so, wie sie einmal war.
Noch ist sie so, wie sie morgen sein wird.
Die Wirklichkeit um mich herum ist, wie sie ist.
Ich bin nicht der, der ich sein möchte.
Noch der, der ich sein sollte.
Ich bin nicht der, den meine Mutter gern in mir sähe.
Und auch nicht der, der ich einmal war.
Ich bin der, der ich bin.
Du bist nicht der, den ich in dir suche
Du bist nicht der, der du einmal warst.
Du bist nicht so, wie es mir passt.
Du bist nicht so, wie ich dich will.
Du bist so, wie du bist.
Jorge Bucay “Geschichten zum Nachdenken”
Die Gedanken, die wir uns auswählen,
sind die Werkzeuge, mit denen wir die
Leinwand unseres Lebens bemalen.
Louise L. Hay
Einsam bist du, ob die bunte Menge,
Lobend oder tadelnd Dich umdränge,
Einsam in dem Kampf wie in der Ruh!
Einsam, bei der Freunde Scheinerbarmen,
Einsam selbst in Deines Liebsten Armen,
Denn sie alle sind nur sie, nicht Du.
Lerne drum, aus ihrem Kreis verschwinden,
Dich in Deiner eigenen Brust zurechtzufinden,
Lerne Du, Dein eigener Freund zu sein!
Alle Schwüre, die sie Dir versprechen,
Unwillkürlich werden sie sie brechen.
Deines Lebens Losung heißt: Allein!
Betty Paoli
Der Überschwang befördert uns an Orte,
an die wir sonst nie gelangt wären – durch die Savanne,
auf den Mond, in die Phantasie -,
und wenn wir selbst nicht überschwänglich genug sind,
werden wir vom Überschwang anderer angesteckt
und mitgerissen und machen uns gemeinsam
mit ihnen auf die Reise.
Kay Redfield Jamison, Exuberance
Alles ist anders.
Immer wieder.
J.R.
Der Mensch sucht immer nach dem Sensationellen, dabei liegt das Glück oftmals so nah.
Patrick Winczewski in “Fräulein Jensen und die Liebe” S. 210
“Die unerfüllten Lieben sind sowieso die schönsten. [...] Und überhaupt: Das Geheimnis erfolgreicher Lebensführung besteht darin, die Erfüllung seiner Sehnsüchte zu vermeiden. Was zählt, ist der innere Zustand des Verlangens.”
Heinz Strunk: In Afrika, S. 151