IN ARCADIA EGO

zwischen den zeilen, da kommt noch licht her…

das was ist

August19

Die Wirklichkeit ist nicht so, wie ich sie gern hätte.

Sie ist nicht so, wie sie sein sollte.

Sie ist nicht so, wie man mir gesagt hat, dass sie sei.

Sie ist nicht so, wie sie einmal war.

Noch ist sie so, wie sie morgen sein wird.

Die Wirklichkeit um mich herum ist, wie sie ist.

Ich bin nicht der, der ich sein möchte.

Noch der, der ich sein sollte.

Ich bin nicht der, den meine Mutter gern in mir sähe.

Und auch nicht der, der ich einmal war.

Ich bin der, der ich bin.

Du bist nicht der, den ich in dir suche

Du bist nicht der, der du einmal warst.

Du bist nicht so, wie es mir passt.

Du bist nicht so, wie ich dich will.

Du bist so, wie du bist.

Jorge Bucay “Geschichten zum Nachdenken”

Hammer oder Pinsel?

August10

Die Gedanken, die wir uns auswählen,

sind die Werkzeuge, mit denen wir die

Leinwand unseres Lebens bemalen.

Louise L. Hay

im 18. Jahrhundert hatten’s die Frauen schon erkannt

Juli22


Wähne nicht, daß in dem Weltgewühle,
Je ein Herz so wie das Deine fühle,
Daß ein andres folge Deiner Spur.
Wähne nicht, in sehnendem Umschlingen,
Andrer Herzen also durchzudringen,
Daß sie mit dem Deinen eines nur.

Einsam bist du, ob die bunte Menge,
Lobend oder tadelnd Dich umdränge,
Einsam in dem Kampf wie in der Ruh!
Einsam, bei der Freunde Scheinerbarmen,
Einsam selbst in Deines Liebsten Armen,
Denn sie alle sind nur sie, nicht Du.

Lerne drum, aus ihrem Kreis verschwinden,
Dich in Deiner eigenen Brust zurechtzufinden,
Lerne Du, Dein eigener Freund zu sein!
Alle Schwüre, die sie Dir versprechen,
Unwillkürlich werden sie sie brechen.
Deines Lebens Losung heißt: Allein!

Betty Paoli

Mitreisende gesucht!

Mai9

Der Überschwang befördert uns an Orte,

an die wir sonst nie gelangt wären – durch die Savanne,

auf den Mond, in die Phantasie -,

und wenn wir selbst nicht überschwänglich genug sind,

werden wir vom Überschwang anderer angesteckt

und mitgerissen und machen uns gemeinsam

mit ihnen auf die Reise.

Kay Redfield Jamison, Exuberance

wichtige Erkenntnis durch “erfahrenhaben” Sequenz1

April30

Alles ist anders.

Immer wieder.

J.R.

Augen auf!

Februar28

Der Mensch sucht immer nach dem Sensationellen, dabei liegt das Glück oftmals so nah.

Patrick Winczewski in “Fräulein Jensen und die Liebe” S. 210

“Unerfüllt” erfüllt!!!

Februar10

“Die unerfüllten Lieben sind sowieso die schönsten. [...] Und überhaupt: Das Geheimnis erfolgreicher Lebensführung besteht darin, die Erfüllung seiner Sehnsüchte zu vermeiden. Was zählt, ist der innere Zustand des Verlangens.”

Heinz Strunk: In Afrika, S. 151

Schwächen

Dezember23

Du hattest keine

Ich hatte eine:

Ich liebte

Bertholt Brecht “Liebesgedichte” S.114

Was ist eigentlich Glück?

Dezember13

Liebe, heißt es. Doch Liebe macht nicht glücklich und hat dies auch nie getan. Ganz im Gegenteil, Liebe bedeutet immer Angst, Kämpfe, viele durchwachte Nächte, in denen wir uns fragen, ob das, was wir tun, das Richtige ist. Die wahre Liebe besteht aus Extase und Agonie.

Dann also Friede. Macht Friede glücklich? Betrachten wir die Große Mutter, so herrscht bei ihr nie Frieden. Der Winter kämpft gegen den Frühling, die Sonne und der Mond begegnen einander nie, der Tiger verfolgt den Menschen, der Angst vor dem Hund hat, der die Katze verfolgt, die die Maus verfolgt, die den Menschen erschreckt.

Macht Geld glücklich? Nun ja: Da würden alle Menschen, die genug Geld haben und sich einen hohen Lenbensstandard leisten können, aufhören zu arbeiten. Aber sie arbeiten weiter, sind unruhiger als zuvor, als hätten sie Angst, alles zu verlieren. Geld bringt mehr Geld, das stimmt. Armut macht meist unglücklich. Dass aber Geld immer glücklich macht, stimmt nicht.

Mein Leben lang habe ich versucht, glücklich zu sein – jetzt will ich nur noch Freude empfinden. Freude ist wie Sex, sie beginnt und endet. Ich will Lust. Ich will Freude empfinden – aber Glück? In diese Falle tappe ich nicht mehr.

Paulo Coelho “Die Hexe von Portobello” S. 149

Verstand versus Intuition

Dezember2

In den Augenblicken,

in denen wir eine wichtige Entscheidung fällen müssen,

ist es besser, der Intuition,

der Leidenschaft zu vertrauen,

denn der Verstand versucht grundsätzlich,

uns vom Traum fernzuhalten -

indem er anführt,

der rechte Zeitpunkt

sei noch nicht gekommen.

Der Verstand fürchtet sich

vor der Niederlage.

Doch die Intuition liebt das Leben

und die Herausforderungen des Lebens.

Paulo Coelho “Rede anlässlich der Aufnahme in die brasilianische Academia de Letras

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