Die drei Bücher für die einsame Insel!
Welche drei Bücher sollte man auf eine einsame Insel mitnehmen? [...] Er hatte noch nicht einmal eine erste Auswahl getroffen, da erreichte schon die Zahl der aus den Regalen genommenen Büchern die Anzahl jener, die in den Regalen verlbieben waren. [...] “Drei Bücher”, grübelte der Buchhändler vor sich hin, “drei Bücher… Warum nicht zwei? Oder vier? … Oder Null? … Oder Tausend? … Ausgerechnet drei Bücher…” Drei, einfach so. Und niemand wusste, weshalb. Der Buchändler fing an, die erste Person zu verfluchen, die diese Frage gestellt hatte. Weil [...] all diese Ideen schließlich irgendwoher kommen mussten. Hätte sich der Buchhändler in diesem Augenblick den Leichtfertigen, der das Problem mit den drei Büchern in die Welt gesetzt hatte, [...] vorknöpfen können, hätte er ihm seine Ansicht klar gemacht. Und vor allem hätte er ihn nach der Antwort gefragt. [...] Der Buchhändler setzte sich schließlich auf einen der Bücherstapel und griff auf gut Glück nach einem Buch von einem anderen Stapel.
Er begann zu lesen, begann zu lächeln, und die drei Bücher verschwanden wie drei Schatten aus dem Geist des Buchhändlers. Er vergaß sie völlig und versank in seiner Lektüre.
Régis de sá Moreira: “Das geheime Leben der Bücher”, S. 74ff








